Nachhaltige Baumpflege


Der Umweltausschuss am Mittwoch befasste sich mit dem „Bericht zur Baumschau und Baumpflege“. Im Baumkataster befanden sich voriges Jahr 2019 147 Bäume. Unsere Stadtbäume haben es aber nicht leicht. Wenig Platz für Wurzeln, Luftschadstoffe, Salzbelastung im Winter, zunehmender Trockenstress und steigende Temperaturen. Aber unsere Stadtbäume sind nicht nur Lebensraum für viele Tiere und prägen mit ihrem Habitus Plätze oder Parks. In heutiger Zeit mit Klimawandel sind Grünflächen und Stadtbäume viel bedeutender als mancher denkt. Bäume sind natürliche Klimaanlagen, erzeugen lebenswichtigen Sauerstoff, absorbieren Feinstaub. CO2 und Stickoxide. Und wer steht im Sommer an Hitzetagen nicht gerne im Baumschatten? 727Bäume mussten 2020 gefällt werden, 419 davon hatten einen Stammumfang von mindestens 80 Zentimeter und fielen somit früher unter die ehemals geltende Baumschutzsatzung. Im vergangenen Jahr wurden jedoch von der Stadt nur 270 Ersatzbäume gepflanzt. In der Vorlage wurde in der Bilanz der letzten zehn Jahre hervorgehoben, dass 60 Bäume mehr gepflanzt wurden als Bäume mit einem Stammumfang über 80 Zentimeter gefällt wurden. Bedenken sollten wir aber, dass ein neu gepflanzter Baum mit einem durchschnittlichen Stammumfang von 18 bis 20 Zentimeter keineswegs die ähnliche wichtige ökologische Bedeutung wie ein älterer Stadtbaum. Durch den Klimawandel kann auch niemand sicher vorhersagen, wie lange die heute gepflanzten Bäume wachsen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass unser aktuelles Stadtgrün, vor allem unsere Bäume nachhaltig gepflegt werden und somit ökologisch für uns sowie für unsere nachfolgenden Generationen wirken können.

- Gerhard Schröder

(Quelle: Offenblatt)