Armut & Corona


Diese Woche fand die jährlich landesweite Aktionswoche gegen Armut unter dem Motto“ Arme Kinder – Arme Gesellschaft“ statt. 15Institutionen und Vereine aus Offenburg haben auch in diesem Jahr ein gemeinsames Programm ausgearbeitet, das sich an den Corona-Regeln orientierte aber dennoch durch die am Montag ausgerufene 3. Alarmstufe in Baden-Württemberg beeinträchtigt wurde. Immerhin:Eine „Tüte für Leib und Seele“ konnte an Obdachlose und in Not geratene Menschen verteilt werden. In der Tüte waren selbstgekochte Mahlzeiten und Nahrung „für die Seele“. Die „Spiel-Aktionen“ fandenunter freiem Himmel statt und das Angebot in der Stadt-bibliothek befolgte die vorgegebenen Hygieneregeln. Ausstellungen wie „Startbedingungen prägen das Leben“ oder „Die Darstellung von Corona und Armut aus Kindersicht“ können leider nur digital auf der Website der Caritas präsentiert werden. Die Corona-Pandemie trifft Menschen, die sich schonin schwierigen Lebenslagen befinden, besonders hart.Und dann sind auch die Kinder betroffen: Wenn der „Unterricht zu Hause“ nicht richtig funktioniert ist‘s auch um die Chancengleichheit bei der Bildung schlecht bestellt!Der kommende Winter wird die Schulen und die sozialen Verbände vor neue Herausforderungen stellen.Dies betrifft vor allem auch die Situation von Wohnsitzlosen, deren Zugang zum Erfrierungsschutz erschwert wird, wenn in Corona Zeiten andere Zugangs-Regeln gelten, um den Betroffenen selbst aber auch den im Erfrierungsschutz tätigen MitarbeiterInnenden notwendigen Infektionsschutz zu gewährleisten. Es wird nicht einfach sein, diese Situation zu bewältigen und ein großes Maß an Solidarität und Verständnis erfordern.


- Loretta Bös

(Quelle: Offenblatt)

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